für ein friedliches Miteinander von Taube und Mensch

Taubenschläge in der Stadt

Wir befürworten und präsentieren bei Interesse von Beginn an das „Augsburger Modell“, welches von Herrn Rudolf Reichert entwickelt und ab 1996 in immer mehr deutschen Städten umgesetzt wurde und wird. Dieses Konzept beinhaltet, eine Stadt überall dort wo viele Tauben sind, mit Taubenschlägen  zu versehen. Dort, wo der Bau eines Schlages (noch) nicht möglich ist, sollten betreute Fütterungsplätze für die Tiere eingerichtet werden. In den Schlägen und bei den Fütterungsplätzen bekommen die Tauben artgerechtes Futter in ausreichender Menge, um sie dadurch vor einer Verelendung zu bewahren oder diese wieder aufzuheben. Zudem hielten sich die Tiere überwiegend im Schlag auf und wären von der hungrigen „Fußgängerschaft“ erlöst, die ja viele Menschen als immens störend empfinden. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Tatsache, dass ca. 80 % des unvermeidlichen Kotes, den die Tiere absetzen, an den Schlag gebunden wird. Zusätzlich können kranke Tiere vor Ort viel besser versorgt werden.

In den Schlägen können die Tauben in Nistzellen brüten und wir haben die Möglichkeit, die Eier teilweise durch Gipseier auszutauschen, was zu einer tierfreundlichen und sanften Regulierung der Population führt.

Dies ist ein Konzept, das erst auf lange Sicht Erfolg verspricht, es ist aber zu hundert Prozent tierschutzgerecht und ohne Alternative.

In Hamburg haben wir der Stadt unser übernommenes Konzept vorgestellt und können – wenn wir einen geeigneten Standort für einen Taubenschlag gefunden haben – mit Glück das erste Zuhause für einen Schwarm errichten. Dies wäre der Anfang für Hamburg und seine Tauben und wir werden alles tun, um auf den ersten Schlag weitere folgen zu lassen.

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Beispiel: Dieser Taubenschlag befindet sich auf einem Parkdeck in der Frankfurter Innenstadt

Auffangstationen

Von Beginn parallel dazu wollten und wollen wir die „Not“, die bei den Tauben auf den Straßen Hamburgs herrscht verringern und/oder lindern.  Dies gelingt uns im kleinen Maßstab seit Oktober 2013 mit unserer ersten Auffangstation etwas außerhalb Hamburgs.

Hier werden gefundene, kranke und verletzte oder einfach „nur“ fast verhungerte Tiere medizinisch behandelt und versorgt und können dort ein sorgenfreies, artgerechtes Taubenleben führen. Die ersten zwei Monate bleiben die Tiere zur Gesundung und Kräftigung in einer geschlossenen Voliere. Danach haben die Vögel die Möglichkeit, Freiflüge zu machen. Sie können wiederkommen oder aber dorthin zurückkehren, wo wir sie ursprünglich gefunden haben. Tauben sind sehr freiheitsliebende Tiere und wir wollen sie auf keinen Fall ihrer Freiheit berauben.

Natürlich wird es auch dazu führen, dass wir nach einiger Zeit ein und dasselbe Tier – falls es dort draußen allein nicht zurechtkommt – wieder einfangen müssen. Die erste Auffangstation ist mittlerweile bestens belegt und wir sind gerade dabei, uns ein zweites „Standbein“ zu schaffen, indem wir an einem anderen geeigneten Ort weitere Volieren bauen und einrichten. Wir sind sehr froh, einen fach- und sachkundigen Betreuer auch für die neue Örtlichkeit gefunden zu haben.

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Tauben-Auffangstation vor den Toren Hamburgs. Hier werden verletzte Tiere betreut.

Tauben-Notruf

040 / 84 20 25 01

Rufen Sie bei Tauben-Notfällen bitte das Beratungstelefon des Hamburger Stadttauben e.V. an. Wir können Ihnen Tipps geben, wie im Taubennotfall zu verfahren ist.

Aufgrund der aktuellen Situation mit der Vogelgrippe können wir im Augenblick nur noch wenige Tiere aufnehmen. Wir hoffen, dass sich die Situation bald wieder ändert.Wir helfen Ihnen aber selbstverständlich, mit der Taubennotfallsituation umzugehen.

Das Beratungstelefon ist sieben Tage die Woche von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr besetzt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mehr Infos zu Tauben-Notfällen
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